Heute Nachmittag feierten wir im Gemeinderaum unseres Pfarrhauses den diesjährigen Weltgebetstag. Das Weltgebetstagsland 2026 ist Nigeria – ein Land voller Vielfalt und Widersprüche.
Nigeria ist ein Land mit vielen Gesichtern: geprägt von Krisen, Armut, Umweltschäden, Dürre und Überschwemmungen – und zugleich reich an Kreativität, Kultur und Lebensfreude. Nigeria ist Mode, Nigeria ist Afrobeats, Nigeria ist laut. Nigeria ist auch „Nollywood“, eine der größten Filmindustrien der Welt. Doch trotz aller Lebendigkeit tragen besonders viele Frauen dort eine schwere Last.
Unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last.“ stand die Einladung Jesu aus dem Matthäusevangelium über unserem Gottesdienst:
„Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“
Dieser Zuspruch begleitete den Abend und wurde für viele spürbar.
Der Altar im Gemeinderaum war passend zum Weltgebetstagsland gestaltet: Auf einer grün-weißen Decke – den Farben der nigerianischen Flagge – lagen Ananas, Mangos und Passionsfrüchte. In der Mitte stand eine große Blüte, umgeben von farbenfrohen Schmetterlingen – ein Zeichen für Hoffnung, Leben und Veränderung.
Ein Ländervortrag nahm die Besucherinnen und Besucher mit an die Westküste Afrikas und gab Einblicke in das Leben in Nigeria. Gemeinsam wurde gesungen, gebetet und aus den vorbereiteten Texten gelesen.
Doch der Weltgebetstag richtete den Blick nicht nur nach Nigeria, sondern auch auf uns selbst. Auch wir tragen unsere Lasten – Sorgen, Ängste, Gedanken, die uns beschweren. Symbolisch legten wir diese Lasten in Steine. Die Steine konnten anschließend mit einem persönlichen Zuspruch beschriftet werden – mit Worten, die Mut machen, Trost spenden und Hoffnung schenken. So entstanden viele liebevoll gestaltete und ganz besondere Hoffnungssteine.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurden verschiedene Gerichte nach nigerianischen Rezepten probiert. Auf dem Tisch standen unter anderem Jollof Rice (Reis in würziger Tomatensauce), Yam Porridge (Yam- bzw. Süßkartoffelbrei mit Spinat), Groundnut Cake (Erdnusskuchen) sowie Mafouba, ein Bananen-Kokosmilch-Pudding.
Bei guten Gesprächen, neuen Eindrücken und vielen schönen Begegnungen klang der Abend schließlich aus – gefüllt mit Bildern, Liedern, Geschichten und persönlichen Gedanken. Der Weltgebetstag hat uns einmal mehr gezeigt: Über Ländergrenzen hinweg sind wir verbunden – im Gebet, in der Hoffnung und im Vertrauen.












